In der „NZZ am Sonntag“ vom 26.2.2017 ist der folgende Artikel erschienen:

Sie sind den Hotels am liebsten: Kunden, die direkt auf der hoteleigenen Website ihren Aufenthalt buchen. Sie sparen für den Hotelier bares Geld, denn für ihre «Anwerbung» fällt keine Kommission an. Doch diese Kunden werden seltener, wie die neueste Studie des Instituts für Tourismus der Fachhochschule Westschweiz Wallis belegt.

Stattdessen suchen immer mehr Interessenten auf den grossen Online-Buchungsplattformen (OTA) nach dem besten Angebot. Von 20,6% stieg dieser Anteil der Gäste, die so in Schweizer Hotelbetten landeten, innert Jahresfrist auf 27,3%. Für den sprunghaften Anstieg sieht der Leiter der Studie, Professor Roland Schegg, verschiedene Gründe: «Diese Plattformen haben die Möglichkeiten der Buchungen auf mobilen Geräten stark verbessert.» Dazu kämen Investitionen ins Marketing: «Das Online-Marketingbudget von Expedia betrug letztes Jahr 3,3 Mrd. $.»

Expedia ist im Schweizer Markt allerdings nur die abgeschlagene Nummer 2. Vielleicht fliesst deshalb rund eine halbe Milliarde Dollar mehr in die Marketingbudgets im Vergleich zu Konkurrent Booking. Dieser Online-Vermittler dominiert zumindest in der Schweiz mit einem Marktanteil von 73,3%. Der Gesamtumsatz aller Plattformen in der Schweiz wird auf mehr als 1 Mrd. Fr. geschätzt. Die von den Hotels an die OTA bezahlten Gebühren dürften sich auf 150 Mio. Fr. summieren.

Viel Hoffnung hat Schegg nicht, dass die Hotelbetreiber über eigene Kanäle wieder mehr Gäste anwerben können. Dafür brauchte es grosse Investitionen ins digitale Marketing. Er erwartet, dass der Anteil der Direktbuchungen weiter zurückgeht. «Er dürfte von heute noch 58% auf bald unter die Hälfte fallen.»

Birgit Voigt

Unser Kommentar:
Doch, es gibt eine Möglichkeit, die Buchungsplattformen zu stoppen. Nehmen Sie mit uns Kontakt auf – wir informieren Sie gerne, wie es funktioniert.